Next Steps

Förderlinie: 2

Beyond the Floor: House for everyone

Mehr

Beyond the Floor: House for everyone
HOUSEaHOLICS

Mit der erneuten Förderung etablieren sich HOUSEaHOLICS weiter als Träger und Motor der House-Szene in Frankfurt und Hessen. Durch die Intensivierung der lokalen und regionalen Vernetzung begegnet das Kollektiv Herausforderungen wie der Suche nach geeigneten und bezahlbaren Räumen. Geplant sind Jams in Frankfurt und zwei weiteren hessischen Städten, eine alkoholfreie Clubnight sowie ein House Battle zur Stärkung der Community. Ziel ist die Sichtbarmachung, künstlerische Weiterentwicklung und Professionalisierung lokaler Akteur:innen, die Schaffung nachhaltiger Trainings- und Begegnungsräume sowie die gesellschaftliche Anerkennung urbaner Tanzkultur. Die Gründung eines Vereins soll die Verstetigung der Arbeit unterstützen.

Jurystatement

Mit HOUSEaHOLICS würdigt die Jury ein Projekt, das House nicht nur als Tanzstil, sondern als gelebte Kultur, sozialen Raum und künstlerische Haltung begreift. Aufbauend auf der Arbeit von Each One Teach One – House Culture ist in Hessen eine Szene entstanden, die Strahlkraft weit über die Region hinaus entwickelt hat. HOUSEaHOLICS reagiert präzise auf die realen Bedingungen dieser Praxis: fehlende Räume, fragile Strukturen und den Bedarf nach Anerkennung und Professionalisierung.
Besonders überzeugt hat die Konsequenz, mit der das Projekt Austausch ermöglicht und gesellschaftliche Werte verkörpert – in Jams, Battles und Clubformaten, in denen Tanz, Musik und bildende Kunst ineinandergreifen. HOUSEaHOLICS öffnet Räume für Vielfalt, Dialog und Zugehörigkeit und macht Houseculture als inklusives und bewusstes Gegenmodell sichtbar. Die Förderung stärkt bestehende Netzwerke, schafft neue Allianzen und ermöglicht den nächsten Schritt hin zu nachhaltigen, selbstbestimmten Strukturen. HOUSEaHOLICS steht exemplarisch für das, was Next Steps fördern will: eine Szene in Bewegung, die weiß, woher sie kommt – und wohin sie will.

Die drei Mitglieder von HOUSEaHOLICS (Kevin, Nora und Born) schauen sich Platten in einem Plattenladen an.
Die drei Mitglieder von HOUSEaHOLICS stehen vir einem Plattenregal und schauen in die Kamera.
Born von HOUSEaHOLICS posiert neben einem Plattenregal. Er trägt eine schwarze Cap rückwärts, eine Brille und einen schwarzen Hoodie. ER hat Dreads die bis zur Brust reichen. Seine Hände liegen locker vor dem Körper zusammen.
Nora von HOUSEaHOLICS steht neben einem Plattenregal und guckt in die KAmera. Sie braun-rötliche Locken, trägt ein oragendes Top und darüber eine bunte Bluse.
Kevin von HOUSEaHOLICS steht neben einem Plattenregal und guckt in die Kamera. Er trägt eine schwarze Cap und eine Sonnenbrille. Seine Haare sind kurz. Er trägt eine Jeans-Jacke und eine Jeans-Hose.
Die drei Mitglieder von HOUSEaHOLICS (Kevin, Nora und Born) schauen sich Platten in einem Plattenladen an.
Die drei Mitglieder von HOUSEaHOLICS stehen vir einem Plattenregal und schauen in die Kamera.
Born von HOUSEaHOLICS posiert neben einem Plattenregal. Er trägt eine schwarze Cap rückwärts, eine Brille und einen schwarzen Hoodie. ER hat Dreads die bis zur Brust reichen. Seine Hände liegen locker vor dem Körper zusammen.
Nora von HOUSEaHOLICS steht neben einem Plattenregal und guckt in die KAmera. Sie braun-rötliche Locken, trägt ein oragendes Top und darüber eine bunte Bluse.
Kevin von HOUSEaHOLICS steht neben einem Plattenregal und guckt in die Kamera. Er trägt eine schwarze Cap und eine Sonnenbrille. Seine Haare sind kurz. Er trägt eine Jeans-Jacke und eine Jeans-Hose.

Blätter

Blätter
Ronja Eick, Pihla Jaala, Fanni Schack

„Blätter“ ist eine mobile Tanzperformance für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. In ihrem ersten gemeinsamen Tanzprojekt erkunden die Tänzerinnen und Tanzpädagoginnen Ronja Eick, Pihla Jaala und Fanni Schack die poetische Welt der Herbstblätter: fallend, rollend, fangend und sich verwandelnd. Drüber, drunter, sanft und chaotisch.
Die Performance wird in Zusammenarbeit mit Kitas rund um Frankfurt entwickelt und direkt vor Ort aufgeführt. Im Anschluss an jede Vorstellung sind die Kinder eingeladen, selbst aktiv zu werden und auf spielerische Weise mit den Materialien in Bewegung zu kommen.
 
Tanz und Choreografie: Ronja Eick, Pihla Jaala, Fanni Schack
Musik / Sound: Nicolas Gebbe

Jurystatement

„Blätter“ überzeugte die Jury mit seiner sinnfälligen thematischen Konzeption, der erfahrungsbasierten Hinwendung zu kleinen Kindern und dem Schritt hin zur ersten Arbeit als Kollektiv: Tänzerinnen und Tanzpädagoginnen und ein Bild- und Soundkünstler (Fanni Schack, Pihla Jaala, Ronja Eick, Nicolas Gebbe). Aus Ungarn, Finnland und Deutschland stammend, kennen sie einander vom Masterstudiengang Zeitgenössische Tanzpädagogik (MACoDe) in Frankfurt.

Nun kombinieren sie ihre künstlerischen mit den pädagogischen Fähigkeiten. Sie kennen ihre Zielgruppe gut. Das leicht transportierbare Stück zum Thema Herbst – mit den Bewegungselementen Fallen, Rollen, Fangen, Verwandeln, dazu das Horchen – bringen sie in Kindergärten außerhalb der kulturell gut versorgten Städte oder Stadtteile, wo es stets mündet in einen Spiel-, Fühl- und Ausprobierworkshop für die Kinder.

Zwei Personen vor einer mit Efeu bepflanzten Mauer. Sie tragen beide bunte Kleidung. Die eine streckt die Arme in die Luft und wird auf dem Rücken der anderen gehalten.
Ein Person tanz vor einem Waldhintergrund. Die Böume sind braun und ohne Blätter. Vor ihr hängt ein Ast mit braunen Blätterm
Zwei Personen vor einer mit Efeu bepflanzten Mauer. Sie tragen beide bunte Kleidung. Die eine streckt die Arme in die Luft und wird auf dem Rücken der anderen gehalten.
Ein Person tanz vor einem Waldhintergrund. Die Böume sind braun und ohne Blätter. Vor ihr hängt ein Ast mit braunen Blätterm

lever tomber aller … noch immer … jetzt!

lever tomber aller … noch immer … jetzt!
Brigitta Schirdewahn, Sabine Loew und Cornelia Falkenhan

„lever tomber aller….noch immer….jetzt!“ ist eine interdisziplinäre Collage aus Tanz, Musik, Video, Bühne und Kostüm, die sich dem Leben und Schaffen der Choreografin und Tänzerin Brigitta Schirdewahn widmet. Die mittlerweile über Achtzigjährige tritt dabei in einen künstlerischen Dialog mit dem jungen Frankfurter Tänzer Henri Klein. Auf der Bühne begegnen sich so nicht nur zwei durch unterschiedliche Tanzstile geprägte Körper, sondern auch zwei Generationen, die miteinander Themen wie Beziehung, gesellschaftliche Veränderung und Identität verhandeln – jeweils aus der Perspektive der eigenen Erfahrung und Biografie. Begleitet wird das Duo von einer Gebärdensprachlerin, die das Stück um eine eigene tänzerische Form der Sprache ergänzt.

Jurystatement

Die Jury würdigt mit „lever tomber aller… noch immer…jetzt!“ ein generationenübergreifendes Projekt, das Tanz in unterschiedlichen Lebensphasen und Entwicklungen auf die Bühne bringt. Alter im Zusammenhang mit Tanz ist ein aktuelles und herausforderndes Thema, dem sich Brigitta Schirdewahn anhand ihrer eigenen Biografie als inzwischen 81-jährige Tänzerin stellt. In Zusammenarbeit mit dem 21-jährigem Frankfurter Tänzer Henri Klein beginnt sie einen künstlerischen Dialog, der nicht nur durch sehr unterschiedliche Lebenserfahrungen, sondern auch durch unterschiedliche Tanzstile geprägt ist.

In einer interdisziplinären Collage aus Tanz, Musik, Video, Bühne, Kostüm, Gebärdensprache entsteht ein Kaleidoskop der Auseinandersetzung mit Identität, gesellschaftlichen Umbrüchen, menschlichen Erfahrungen, Resilienz, dem Älterwerden und der Möglichkeit zu Veränderungen durch künstlerische Prozesse.

Bild in schwarzweiß. Eine ältere Frau mit schwarzer Kleidung und ein junger Mann mit weißer Kleidung bewegen sich zusammen im Raum. Das Bild ist verspiegelt.
Bild in schwarzweiß. Eine ältere Frau mit schwarzer Kleidung und ein junger Mann mit weißer Kleidung bewegen sich zusammen im Raum. Das Bild ist verspiegelt.
Bild in schwarzweiß. Eine ältere Frau mit schwarzer Kleidung und ein junger Mann mit weißer Kleidung bewegen sich zusammen im Raum. Das Bild ist verspiegelt.
Bild in schwarzweiß. Eine ältere Frau mit schwarzer Kleidung und ein junger Mann mit weißer Kleidung bewegen sich zusammen im Raum. Das Bild ist verspiegelt.
Bild in schwarzweiß. Eine ältere Frau mit schwarzer Kleidung und ein junger Mann mit weißer Kleidung bewegen sich zusammen im Raum. Das Bild ist verspiegelt.
Bild in schwarzweiß. Eine ältere Frau mit schwarzer Kleidung und ein junger Mann mit weißer Kleidung bewegen sich zusammen im Raum. Das Bild ist verspiegelt.

Rotations Tanzfestival

Rotations Tanzfestival
Spahn+Glikson

Das dreitägige „Rotations Tanzfestival“, in der Leitung von Lea Spahn und Miranda Glikson, macht Marburg zum lebendigen Ort für zeitgenössischen Tanz. In Zusammenarbeit mit dem Theater neben dem Turm, der Waggonhalle Marburg, der Philipps-Universität und dem Schultheater Netzwerk Marburg-Giessen präsentiert, präsentiert Rotations lokale, regionale und nationale Künstler:innen sowie Tanzvermittler:innen. Partizipative Formate und Workshops bieten einen niedrigschwelligen Zugang für ein breites Publikum und schaffen inklusive Begegnungsräume, in denen gemeinschaftsorientierte Praktiken und kollaborativ entwickelte Performances im Mittelpunkt stehen. Als Pilotprojekt konzipiert, etabliert die erste Festivalausgabe darüber hinaus eine Plattform, die den lokalen Tanzschaffenden neue Perspektiven und Möglichkeiten der Vernetzung bieten soll.

Jurystatement

„Rotations Tanzfestival“ richtet den Fokus auf den zeitgenössischen Tanz in Marburg – einer Region, die bisher in Hessen im Bereich Tanz wenig sichtbar war. Kuratiert von Miranda Glikson und Lea Spahn, wird in einem kompakten dreitägigen Festivalformat in Kooperation mit etablierten Marburger Theaterräumen ein niedrigschwelliger Zugang für alle bewegungsinteressierten Menschen und ein breites Publikum geschaffen. Lokale und überregionale Künstler:innen geben in partizipativen Formaten, Workshops und Performances einen Einblick in die Bandbreite des Tanzes. Als Pilot-Projekt geplant, liegt der Schwerpunkt auf Community-Building und dem Schaffen von Synergien.

„Rotations Tanzfestival“ steht damit exemplarisch für einen der Förderschwerpunkte von Next Steps, Plattformen zu schaffen und Netzwerke zu fördern, die Tanz einem breiten Publikum zugänglich machen und eine sich entwickelnde Tanzszene stärken.

Zwei Menschen in Bunter Kleidrung bewegen sich auf einem Holzbodern. Sie bewegen sich übereinander mit ihren Körpern.

SHIFT

Mehr

SHIFT
SHIFT

Popping ist ein Tanzstil, der in den 60er und 70er Jahren in den USA entstand. Während der Hoch-Zeit der Funkmusik entwickelte sich der Oakland Boogaloo-Tanzstil in den afroamerikanischen Vierteln. Schon in seiner Frühphase vereinte er fließende und mechanische, extrem isolierte Bewegungen, die den Grundstein für das heutige Popping legten. Das hessenbasierte Kollektiv SHIFT (bestehend aus: Angelo Berber, Artur Grabowski und Gerbert Roitburd) beschäftigt sich intensiv mit dieser eigenen Bewegungssprache und wird im Jahr 2026 ein dezentral organisiertes Programm realisieren. Mit dem Fokus auf Nachwuchsförderung und intergenerationalem Wissenstransfer stehen eine Residenz mit Showing (Dramaturgische Begleitung: Sām Sabor), ein Summit, künstlerische Dokumentation und Labs auf der Agenda. Diese Formate finden sowohl in Frankfurt als auch in kleineren Städten wie Friedberg, Bad Nauheim oder Gießen statt. Das Ticketing nach solidarischem Prinizip sichert dabei den niedrigschwelligen Zugang.

Jurystatement:

Mit „SHIFT“ hat die Jury ein Projekt ausgewählt, das Bewegung nicht nur als choreografische Ausdrucksform versteht, sondern auch als kulturelles Gedächtnis, als Dialog und als verbindende Kraft zwischen Generationen und Räumen. Aus einer lebendigen Trainingspraxis heraus entwickelt „SHIFT“ ein dezentrales Jahresprogramm, das Stadt und Land in einen gemeinsamen Rhythmus bringt und Popping als eigenständige künstlerische Sprache mit Geschichte, Haltung und Verantwortung sichtbar macht.

Besonders überzeugt hat die Jury die klare Verankerung der OGs – der Oldschool Generation Vertreter:innen – als Kulturträger:innen, deren Wissen nicht museal bewahrt, sondern aktiv weitergegeben wird. „SHIFT“ schafft Formate, in denen Austausch auf Augenhöhe entsteht: in Residenzen, Summits, Labs und öffentlichen Momenten, die Szene und Publikum gleichermaßen einladen. Die Verbindung von Vermittlung, künstlerischer Forschung, Dokumentation und fairer Zugangspraxis zeugt von strukturellem Denken und gesellschaftlicher Sensibilität.
„SHIFT“ steht exemplarisch für das Anliegen von Next Steps: künstlerische Entwicklung zu ermöglichen und zugleich sichtbar zu machen, wohin sich die Tanzszene bewegt – vernetzt, politisch wach, generationsübergreifend und tief in der Praxis verwurzelt.

Ein Schwarzweiß Foto von drei jungen Männern, die nebeneinander sitzen und etwas vor ihnen betrachten.
Zwei Männer in sportlicher Kleidung stehen in einem Tanzstudio. Der eine fasst dem anderen an die Schulter und zeigt wie er eine Bewegung ausführen soll.
Ein Schwarzweiß Foto von drei jungen Männern, die nebeneinander sitzen und etwas vor ihnen betrachten.
Zwei Männer in sportlicher Kleidung stehen in einem Tanzstudio. Der eine fasst dem anderen an die Schulter und zeigt wie er eine Bewegung ausführen soll.

T.I.A. für junges Publikum

Mehr

T.I.A. für junges Publikum
T.I.A. dance productions

T.I.A. dance productions besteht aus Amelia Uzategui Bonilla, Hannah Dewor, Lilian Korner und Bex Pattison.

T.I.A. dance productions sind überzeugt, dass die Arbeit mit jungem Publikum die Grundlage für Barrierefreiheit im Tanz bildet. Das Projekt „T.I.A. für junges Publikum“ entwickelt eine Infrastruktur zum Aufbau einer Community, die sich mit kreativer, integrierter Audiodeskription in Mittelhessen beschäftigt.

Unsere Produktion, „Tanzselfies unfiltered“, mit der wir auf Gastspielreise gehen, ist eine Tanzproduktion für junges Publikum ab 11 Jahren, konzipiert für Blinde, Sehbehinderte sowie BiPoC Jugendliche und Erwachsene. Zwei Tänzer*innen mit sich überschneidenden Erfahrungen sexistischer, ableistischer und rassistischer Diskriminierung begegnen sich auf der Bühne.

Gastspiele und Workshops zu Tanz und Audiodeskription werden unsere Praxis über Frankfurt und Wiesbaden hinaus nach Marburg und Gießen verbreiten. Unser Ansatz der kreativen integrierten Audiodeskription umfasst auch die Bewerbung unserer Veranstaltungen und die Art und Weise, wie wir Publikums- und Community- Arbeit betreiben. Wir setzen uns aktiv mit der Frage auseinander, wie unsere Publika zum Veranstaltungsort gelangen können und unter welchen Bedingungen sie sich willkommen und unterstützt fühlen.

„Tanzselfies unfiltered“ soll jungem Publikum ab 11 Jahren die Möglichkeit geben, sich mit Bewegung als Form des persönlichen Ausdrucks auseinander zu setzen und dabei herauszufinden, dass professioneller Tanz für Menschen mit Behinderungen offen ist.
Unser Community-orientierter Ansatz bringt Barrierefreiheit in den Tanzbereich, während die begleitenden Workshops unsere Praxis gleichermaßen mit Blinden, Sehbehinderten und sehenden Teilnehmenden teilen.

Jurystatement

Die kreative integrierte Audiodeskription (AD) bringt tatsächlich Neues in die Szene des zeitgenössischen Tanzes. Künstler:innen, die mit solcher Arbeit schon vertraut sind, bauen nun die Ansätze aus, mit denen sie in Frankfurt und Wiesbaden begonnen haben.
T.I.A. dance productions ist ein von Amelia Uzategui Bonilla gegründetes Kollektiv aus queeren, BiPoC- und behinderten Künstler:innen. Ihr Vorhaben: eine Community-Infrastruktur für kreative integrierte AD in Mittelhessen aufzubauen. Sie entwickeln ein Stück für junges Publikum ab 11 Jahren, bieten parallel Workshops zu Tanz und Audiodeskription an für Blinde, Sehbehinderte und sehende Teilnehmende. Von Frankfurt aus ziehen das Stück und die Workshopangebote nach Gießen und Marburg, vermitteln Wissen um den Tanz und um Access: Barrierefreiheit meint die künstlerische Produktion – und die Weisen, wie Menschen von einem Stück erfahren, wie sie zum Spielort kommen und sich dort wohlfühlen.

Zwei Menschen tanzen Rücken an Rücken in einem hellen Raum. Sie tragen sportliche Kleidung. Im Hintergrund sitzt eine Person auf einem Stuhl mit Laptop auf dem Schoß.
Eine Person sitzt lächelnd auf einem Stuhl neben einem Fenster. Sie hat rote Haare, trägt eine Brille und hält auf dem Schoß einen Laptop.
Eine Person hält den Kopf auf die Hand gestützt. Sie trägt ein rotes T-Shirt und eine Brille mit orangenen Gläsern.
Eine Person spricht in ein Mikrofon. Sie sitzt und hält mehrere Blätter und einen Stift in der Hand.
Zwei Menschen tanzen Rücken an Rücken in einem hellen Raum. Sie tragen sportliche Kleidung. Im Hintergrund sitzt eine Person auf einem Stuhl mit Laptop auf dem Schoß.
Eine Person sitzt lächelnd auf einem Stuhl neben einem Fenster. Sie hat rote Haare, trägt eine Brille und hält auf dem Schoß einen Laptop.
Eine Person hält den Kopf auf die Hand gestützt. Sie trägt ein rotes T-Shirt und eine Brille mit orangenen Gläsern.
Eine Person spricht in ein Mikrofon. Sie sitzt und hält mehrere Blätter und einen Stift in der Hand.

Tanzwerk M O V E S (moving in – moving on – moving beyond) – ein Raum für Bewegung

Mehr

Tanzwerk M O V E S (moving in – moving on – moving beyond) – ein Raum für Bewegung
Tanzwerk*Kassel

Mit Unterstützung von Next Steps wird das Tanzwerk*Kassel die vom städtischen Kulturamt zur Verfügung gestellten Räume im Hochbunker Agathof erstmals als eigenen Produktions- und Präsentationsort für die freie Tanzszene in Kassel betreiben.
Im Fokus stehen dabei die Bedarfe der lokalen Künstler*innen: In dem neu eröffneten, 80 m² großen Studio finden drei künstlerische Residenzen statt, die jeweils zwei Projekte beherbergen. Diese beinhalten ein kostenfreies Mentoring und schließen mit einer öffentlichen Präsentation ab.
Um die Angebote von Tanzwerk*Kassel weiterhin niedrigschwellig für die gesamte Tanzcommunity zugänglich zu halten, werden die etablierten Programme Profitraining und Moving On ganzjährig in kontinuierlicher Rotation zwischen dem Agathofbunker, SOZO Visions in Motion und dem Kulturhaus Dock 4 weitergeführt.
 

Jurystatement

Räume von und für einander zu schaffen, zu halten, zu gestalten und miteinander zu teilen, ist etwas Besonderes wie Notwendiges für eine lebendige Tanzszene. Zusammenschlüsse wie das Tanzwerk*Kassel zeigen, was professionelle Akteur:innen in Tanz und Choreografie gemeinsam in kontinuierlicher vernetzter Aktivität bewirken können: den Einzug in einen eigenen Raum. Dieser erhält eine Ausstattung, um mit Residenzen, Profitraining und weiterem, mitunter öffentlichem, Programm ein Ort für die wachsende und zunehmend intergenerationell positionierte Tanzszene zu werden.
Eine solche selbstorganisierte Infrastruktur verfolgt gemeinsam mit lokalen Akteur:innen und Partner:innen klare Ideen, behandelt künstlerische, organisatorische sowie administrative Prozesse als miteinander verbunden und nimmt sie ernst. So kann sie ein Raum für Viele sein und die Arbeitsweisen und Reichweite der Szene nachhaltig stärken.

Yet to Come

Mehr

Yet to Come
Eslam Elnebishy

„Yet to Come“ ist eine choreografische Recherche über Trauer, Stimme und politische Niederlage. Ausgehend von seinen Erinnerungen an die ägyptische Revolution 2011 fragt der Frankfurter Choreograf Eslam Elnebishy, wie politischer Verlust im Körper nachwirkt und wie Trauer in Resilienz transformiert werden kann. Das Projekt setzt sich mit den unerfüllten Hoffnungen auf Veränderung und ihrem Widerhall im heutigen globalen Aufstieg rechter Politik auseinander. Die Recherche konzentriert sich dabei auf Bewegung, Klang und Stimmexperimente, begleitet von dramaturgischem Mentoring und öffentlichen Austauschformaten. Der Prozess schließt mit einer Work-in-Progress Präsentation ab und bereitet die Premiere eines abendfüllenden Stücks im Jahr 2027 vor.

Jurystatement

In der Recherche „Yet to Come“ setzt sich Eslam Elnebishy mit vergangenem und zeitgenössischem Geschehen in Ägypten und darüber hinaus auseinander und fragt nach Formen des Umgangs mit Verlust, Trauer sowie bislang unerfüllten Hoffnungen auf politische Veränderung. Gemeinsam mit Kollaborateur:innen und Partner:innen begibt sich „Yet to Come“ auf die Suche nach geteilten verkörperten Erfahrungs- und Erinnerungsformen, die auch in die Zukunft wirken. Dabei richtet Eslam Elnebishy den Blick auch auf Frankfurt und Hessen als durch Migration und diasporische Erfahrungen geprägte und bereicherte Kontexte und lädt lokale Akteur:innen und Publika ein, auf unterschiedliche Weise am Prozess teilzuhaben.

Porträt von Eslam Elnebishy. Er ist ein junger Mann mit dunklen Haaren und einen Bart. Er trägt ein blaues Hemd und einen blauen Schal.
Eslam Enebishy liegt auf einer dunklen Bühne auf dem Bauch, mit dem Kopf zur hinteren Wand gedreht.
Porträt von Eslam Elnebishy. Er ist ein junger Mann mit dunklen Haaren und einen Bart. Er trägt ein blaues Hemd und einen blauen Schal.
Eslam Enebishy liegt auf einer dunklen Bühne auf dem Bauch, mit dem Kopf zur hinteren Wand gedreht.