Yet to Come
Yet to Come
Eslam Elnebishy
„Yet to Come“ ist eine choreografische Recherche über Trauer, Stimme und politische Niederlage. Ausgehend von seinen Erinnerungen an die ägyptische Revolution 2011 fragt der Frankfurter Choreograf Eslam Elnebishy, wie politischer Verlust im Körper nachwirkt und wie Trauer in Resilienz transformiert werden kann. Das Projekt setzt sich mit den unerfüllten Hoffnungen auf Veränderung und ihrem Widerhall im heutigen globalen Aufstieg rechter Politik auseinander. Die Recherche konzentriert sich dabei auf Bewegung, Klang und Stimmexperimente, begleitet von dramaturgischem Mentoring und öffentlichen Austauschformaten. Der Prozess schließt mit einer Work-in-Progress Präsentation ab und bereitet die Premiere eines abendfüllenden Stücks im Jahr 2027 vor.
Jurystatement
In der Recherche „Yet to Come“ setzt sich Eslam Elnebishy mit vergangenem und zeitgenössischem Geschehen in Ägypten und darüber hinaus auseinander und fragt nach Formen des Umgangs mit Verlust, Trauer sowie bislang unerfüllten Hoffnungen auf politische Veränderung. Gemeinsam mit Kollaborateur:innen und Partner:innen begibt sich „Yet to Come“ auf die Suche nach geteilten verkörperten Erfahrungs- und Erinnerungsformen, die auch in die Zukunft wirken. Dabei richtet Eslam Elnebishy den Blick auch auf Frankfurt und Hessen als durch Migration und diasporische Erfahrungen geprägte und bereicherte Kontexte und lädt lokale Akteur:innen und Publika ein, auf unterschiedliche Weise am Prozess teilzuhaben.