Next Steps

SHIFT

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Popping ist ein Tanzstil, der in den 60er und 70er Jahren in den USA entstand. Während der Hoch-Zeit der Funkmusik entwickelte sich der Oakland Boogaloo-Tanzstil in den afroamerikanischen Vierteln. Schon in seiner Frühphase vereinte er fließende und mechanische, extrem isolierte Bewegungen, die den Grundstein für das heutige Popping legten. Das hessenbasierte Kollektiv SHIFT (bestehend aus: Angelo Berber, Artur Grabowski und Gerbert Roitburd) beschäftigt sich intensiv mit dieser eigenen Bewegungssprache und wird im Jahr 2026 ein dezentral organisiertes Programm realisieren. Mit dem Fokus auf Nachwuchsförderung und intergenerationalem Wissenstransfer stehen eine Residenz mit Showing (Dramaturgische Begleitung: Sām Sabor), ein Summit, künstlerische Dokumentation und Labs auf der Agenda. Diese Formate finden sowohl in Frankfurt als auch in kleineren Städten wie Friedberg, Bad Nauheim oder Gießen statt. Das Ticketing nach solidarischem Prinizip sichert dabei den niedrigschwelligen Zugang.

Jurystatement:

Mit „SHIFT“ hat die Jury ein Projekt ausgewählt, das Bewegung nicht nur als choreografische Ausdrucksform versteht, sondern auch als kulturelles Gedächtnis, als Dialog und als verbindende Kraft zwischen Generationen und Räumen. Aus einer lebendigen Trainingspraxis heraus entwickelt „SHIFT“ ein dezentrales Jahresprogramm, das Stadt und Land in einen gemeinsamen Rhythmus bringt und Popping als eigenständige künstlerische Sprache mit Geschichte, Haltung und Verantwortung sichtbar macht.

Besonders überzeugt hat die Jury die klare Verankerung der OGs – der Oldschool Generation Vertreter:innen – als Kulturträger:innen, deren Wissen nicht museal bewahrt, sondern aktiv weitergegeben wird. „SHIFT“ schafft Formate, in denen Austausch auf Augenhöhe entsteht: in Residenzen, Summits, Labs und öffentlichen Momenten, die Szene und Publikum gleichermaßen einladen. Die Verbindung von Vermittlung, künstlerischer Forschung, Dokumentation und fairer Zugangspraxis zeugt von strukturellem Denken und gesellschaftlicher Sensibilität.
„SHIFT“ steht exemplarisch für das Anliegen von Next Steps: künstlerische Entwicklung zu ermöglichen und zugleich sichtbar zu machen, wohin sich die Tanzszene bewegt – vernetzt, politisch wach, generationsübergreifend und tief in der Praxis verwurzelt.